Montag, Juni 14, 2004

Die Finanz-Kolumne - Deutsche Politik

Keynes – gründlich missverstanden

Das letzte, was Deutschland benötigt, ist eine expansive Fiskalpolitik

Deutschlands zähe, nun schon 10 Jahre andauernde Wirtschaftsflaute zehrt an den Nerven – und mit ihr die Predigt von den tiefgreifenden Strukturreformen, welche die meisten Experten vortragen. Des Mantras müde hat sich eine kleine aber laute und durchaus einflussreiche Gruppe gebildet, die für staatliche Konjunkturstimulierung a la 70er Jahre plädiert. Ihr gehören ehemalige Politiker wie
Heiner Flassbeck an (während Lafontaines kurzer Amtszeit Staatssekretär im Finanzministerium); Spitzenmanager wie Ex-Allianz-Vorstandsmitglied Leonhard Fischer, Wirtschaftsredakteure einiger der besten deutschen Zeitungen – ZEIT, Financial Times Deutschland – und mindestens ein prominenter Wirtschaftsprofessor: Peter Bofinger von der Universität Würzburg, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung.

Immer ungeduldiger drängt diese Gruppe auf Steuersenkungen ohne Gegenfinanzierung und höhere Staatsausgaben: schließlich „lerne ein Volkswirtschaftsstudent im ersten Semester, dass man Nachfrageschwäche mit expansiver Fiskalpolitik“ bekämpfe. Nur „dogmatisches Denken und Handeln“ hindere die Politik daran, das Richtige zu tun (zwei Zitate aus der ZEIT).

Keynes: der bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts

Ein Wort vorab: die Kolumne hält viel von John Maynard Keynes, genauer: sie hält ihn für den wichtigsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts..........
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